Auf geht's zur Füssener Hütte in Tirol | ALPTRAUM

 ... ich liebe den Bergsommer!

Der Bergsommer ist da und mit ihm spüren wir alle wieder dieses "Gefühl von Freiheit", die wir doch für so lange Zeit entbehren mussten. Und nun geht's wieder hinein in unsere traumhaft schöne Bergwelt. Die Wahl der Tour fällt mir manchmal gar nicht so leicht - wo es denn nun letztendlich hingehen soll. Denn dafür hat der Sommer einfach nicht genügend Wochenenden *lach*. 



Doch wenn ich mich dann einmal entschieden habe, geht's auch schon los - mit ganz viel Herz! Ob allein, mit Familie oder Freunden - es ist für mich immer wieder ein Hochgenuss, in die Berge einzutauchen und alles um mich herum auf mich wirken zu lassen. 

Letztes Wochenende ging es für uns ins Tannheimer Tal - unser Tagesziel: 



Ausgangspunkt der Tour ist Grän, wo es sodann mit der Bergbahn auch schon hinauf auf´s Füssener Jöchle ging. Oben angekommen, bot sich uns bereits der erste Ausblick und sofort macht es sich in mir breit: Dieses hohe Gefühl von Zufriedenheit - mit mir selbst, und alles, was sich um mich herum befindet. Loslassen, Berge spüren, Höhenluft schnuppern - herrlich!

Wir orientieren uns an den Hinweisschildern und folgen diesen Richtung "Füssener Hütte", die nur 55 Gehminuten von der Bergstation am Füssener Jöchle entfernt liegt. Neben dieser Variante gibt es noch einige weitere Möglichkeiten, eine Tagestour zu gestalten - wie z. B. die Tour Richtung "Rote Flüh", die mit schwarz als schwer eingestuft ist. Hier ist Trittsicherheit, sowie Schwindelfreiheit zwingend notwendig (alpine Gefahr!). 

Nachdem wir jedoch heute zum "Genusswandern" hier sind, freuen wir uns auf eine schöne, doch auch anspruchsvolle, aber trotzdem mäßige Wanderung. Und wer die Augen offen hält, entdeckt sogar in der Weite ein paar Gemsen, die auch einen Blick auf uns aus sicherer Entfernung werfen. 

Bereits die erste Anhöhe versetzt uns ins Staunen: 


Perfekter Ausblick auf den Gimpel, Haller Schrofen, Schartschrofen, Rote Flüh bis hin zur Kellerspitze. Einfach fantastisch!

Wir gehen links weiter, folgen wiederum den Hinweisschildern. Auf einem befestigten, aber teilweise sehr gerölligem Weg laufen wir an Latschenkiefern entlang und erfreuen uns an der großartigen Flora und Fauna, die am Wegesrand üppig blüht. Mich begeistern die kleinen Blümchen und finde es eigentlich sehr schade, dass ich sie nicht alle benennen kann. 

Diese Vielfalt wünsche ich mir für unsere Bergwelt noch ganz lange!

Mittlerweile gibt es ja einige Apps, mit denen man Pflanzen benennen kann und wer lieber auf Papier schaut, auch hier gibt es eine Vielzahl an Naturführer, mit denen sich Pflanzen erkennen lassen. Ich muss sagen, da waren unsere Großeltern schon fitter als wir - vor allem was Kräuter anbelangt. Für jedes Wehwehchen gab es das richtige Kräuterchen. Mich begeistert die Naturheilkunde - weg von chemischen Keulen... aber das nur so nebenbei :). Der blaue Enzian war natürlich auch schon in voller Blüte, und auch Trollblumen, Silbermantel uvm. säumten abschnittsweise unseren Weg. Wie gerne würde ich mal ein wieder ein echtes Edelweiß sehen, aber da braucht´s schon die Höhenmeter und die entsprechende Beschaffenheit für diese Allgäuer Schönheit dazu *lach* :)... Vielleicht ja noch in diesem Alpsommer.


An manchen Stellen braucht man etwas größere Schritte und klettert eher, anstatt zu steigen, aber das bringt Abwechslung und macht Spaß. Sollte der Weg jedoch wetterbedingt nass sein, können diese Stellen auch rutschig sein -
gutes Schuhwerk, im empfehle Bergschuhe, sind hier unbedingt erforderlich! Außerdem empfehle ich Wanderstöcke. Mich entlasten diese an den Knien und sind hilfreich, und man größere Stufen hinauf- oder hinabsteigen muss. 


Nach einer Weile biegen wir nach rechts ab und stehen direkt gegenüber vom Gimpel (2.176 m) und blicken hinunter zur Füssener Hütte - ein wundervoller Moment, den man unbedingt genießen sollte! Die letzten Meter liegen voller Vorfreude - denn es erwartet uns eine 

feine Brotzeit, hausgemachte Speisen und 
ein herzliches Lächeln auf der Füssener Hütte. 

Ist das nicht fantastisch? Welch wunderschöner Anblick - hier kehrt man doch gleich gerne ein :)

Bei einem traumhaft schönen Ausblick nehmen wir auf der
urigen Sonnenterrasse Platz und lassen es uns einfach nur gutgehn. 

Mmmmmhhh, das schmeckt. s´Brotzeitbrettle - vo allem ebbs und sooo guat!

Ob
Spinatknödel, Wurstsalat, s´Brotzeitbrettl, Wurstsalat, Kuchen... hach ja, alles einfach nur noch lecker.... falls Euch jetzt schon das Wasser im Munde zusammen läuft, dann solltet Ihr unbedingt einmal dorthin und Euch einfach mal "durchschnabulieren" *lach* :). 

Der blaue Enzian blüht derzeit und ist nicht zu übersehen

Nach ein paar schönen Stunden und einem netten Plausch mit Hüttenwirtin Melanie und Hüttenwirt Matthias machen wir uns wieder auf den Rückweg. Dieses Mal gehts für uns weiter
Richtung Große Schlicke, die jedoch völlig in den Wolken liegt und wir uns daher entscheiden, nicht ganz hinaufzusteigen, sondern weiterzugehen. 


Nach einer wunderschönen Wanderung erreichen wir schließlich wieder unseren Ausgangspunkt: Die Bergbahn, mit der es wieder talwärts geht.

Ein toller Tag war das mit vielen Herzmomenten, die uns einfach gut tun. 



Herzallgäuerliebste "Wanderbare Fakten"

* Ausgangspunkt: Grän - Bergbahn Talstation
* Ziel: Füssener Hütte (Montag Ruhetag)
* Dauer der Tour: ca. 2 Std. 
* Länge der Tour: 10,5 km
* Schwierigkeit: Mittel (Trittsicherheit erforderlich)
* Wegbeschaffentheit: Schmal, Geröll, Kies, Waldboden, wurzeln
* Familiengeeignet (auf Kinder dennoch achten!)
Highlights: Aussicht zum Gimpel, rote flüh, schartschrofen,   Gaumenfreuden auf der Füssener Hütte
* Link zur hütte 

Ich wünsche Euch viel Spaß bei dieser traumhaft schönen Tour und einen genussvollen Bergsommer.

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia










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