Winterwanderung am schönen Ifen | Kleinwalsertal

 

... hinauf zum Hahnenköpfle - dann über den Winterwanderweg übers Gottesackerplateau


Liebe Allgäu-Freunde und LeserInnen meines herzallgäuerliebsten Allgäu-Blog,

was werden wir gerade mit Sonne verwöhnt. Ob im Allgäu oder auch über die Grenzen hinaus im schönen Kleinwalsertal - Sonne satt, ein Traum! Und derzeit befinden wir uns ja - auf Grund der teilweise schon recht milden Temperaturen - jahreszeitenmäßig qasi in einer "Zwischenwelt": Winter vs. Frühling. 

Herrlicher Ausblick in die Allgäuer Alpen

Obwohl mein Herz für den Frühling schlägt, genieße ich auch die schönen Wintertage, an denen der Schnee so herrlich in der Sonne glitzert und die kalte klare Luft die Landschaft in ein grandioses Panorama versetzt. 
Und so ging es für uns am gestrigen Tage hoch hinauf auf das traumhaft schön gelegene Gottesackerplateau unterhalb des Hohen Ifen (2.230 m).


Die recht neue Bergbahn brachte uns zunächst hinauf zur Bergstation auf 2.024 m. Und man merkt es gleich: Die Höhenluft ist einfach klasse und da die Sonne um diese Jahreszeit bereits ordentlich den Schnee reflektiert, empfiehlt es sich, Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor aufzutragen. Bereits von hier hat man eine tolle Sicht in die Bergwelt, die um diese Zeit schon von der Sonne verwöhnt und angestrahlt wird. Der Bahnbetrieb verläuft sehr ruhig - vermutlich weil sich einfach alle auf einen tollen Tag in den Bergen freuen. Zudem haben sich auch die Maßnahme-Regeln in Österreich geändert, so dass man nun auch wieder ohne Maske mit der Bahn fahren kann. Ein tolles Gefühl! Ein Gruppe mit Schneeschuhwanderer erhalten bereits ihre Instruktionen zum Ablauf der Tour, Snowboarder und Skifahrer schnallen Board und Skier an und dann gehts auch schon talwärts. 


Auch wir wollen keine Zeit verlieren und so machen wir uns auf den Weg hinauf aufs Hahnenköpfle (2.085 m). Den Gipfel erreicht man in etwa 15 Minuten. Ich empfehle gutes Schuhwerk, wer möchte Wanderstöcke und/oder Grödeln. Oben angekommen, genießen wir zunächst die fantastische Aussicht und natürlich darf auch das "berühmte Gipfel-Selfie" nicht fehlen. Die Panoramasicht von dort oben ist einfach sensationell und so kann man bei guter Fernsicht sowohl in die Allgäuer, also auch Lechtaler Alpen, sowie den Bregenzerwald, die Schweizer Berge und den schönen Bodensee sehen. 


Da es bis zum Hahnenköpfle gerade Mal rund 60 Höhenmeter sind, empfehle ich diesen Abstecher auf jeden Fall zu machen. Etwas Vorsicht ist auf dem Weg bis zum Gipfel geboten, da manche Stellen etwas eisig sind, dennoch mit gutem Schuhwerk kein Problem darstellen.  

Vom Gipfel aus hat man einen tollen Ausblick - innehalten, die Stille in sich aufnehmen und glücklich sein. 


Es sind bereits auch einige Skifahrer, Snowboardfahrer und Skitourengeher unterwegs (Early Bird Skiing), aber es verteilt sich dort oben ganz wunderbar, so dass jeder seinen Platz für sein Outdoor-Erlebnis findet. 
Da wir aber nicht mit den Skiern, sondern zum Winterwandern an den Ifen gekommen sind, geht es nun auch schon weiter über den 5 km-langen Winterrundwanderweg (es gibt auch die Variante mit nur 3 km!) über das Gottesackerplateau. Dieser ist recht beliebt, da er über die meiste Zeit hinweg keine größeren Steigungen hat. Wer natürlich wieder zur Bergbahn/Ausgangspunkt zurück möchte, hat trotzdem noch ein paar wenige Höhenmeter zu bewältigen. Aber schließlich will die gemütliche Einkehr im "Tafel & Zunder" mit Küchenchef Thomas Vorholzer an der Spitze, auch wohl verdient sein *grins* :). 

Die 5 Km-Runde findet Ihr am Ende dieses Posts mit den Tracking-Daten auf meinem Profil auf komoot



Wo liegt welcher Gipfel? Hier kann man sich informieren und auch sein Wissen auf den Prüfstand stellen :).

Die 5 km-Runde dauert etwa 1 Stunde, wenn man gemütlich läuft. Außerdem lohnt es sich, immer wieder mal stehen zu bleiben und die umliegende Bergwelt zu genießen. Die große Info-Tafel gibt eine Übersicht über die Berggipfel, die man von dort aus sehen kann und wer möchte, ruht sich gerne auf einer der bereitgestellten Bänke, die sich auf dieser Rundwanderung befinden, aus und genießt die herrliche Stille. Ja, die Stille ist es, die diesen Weg so besonders macht. Es ist wirklich (fast) nichts zu hören, bis auf den Schnee, der unter unseren Schuhen knirscht. 

Bestens präparierte Wege sorgen für ein wunderbares Winterwandererlebnis

Am Wegesrand haben sich schon bereits ein paar Liebespaare mit "Schneeherzen" und ihren Initialen "verewigt" und auch der ein oder andere Schneeengel begegnet uns dort. Auch "Herrchen & Frauchen" mit ihren Vierbeinern kommen bei dieser schönen Runde auf ihre Kosten - anleinen ist dennoch angesagt ;) - (ja, Huskys sind wirklich tolle Hunde und auch süß, aber nicht jeder findet es toll, von einem Hund, der plötzlich auf einen zugerannt kommt und angesprungen zu werden). 



Während wir so auf dieser gemütlichen Runde laufen und uns an der traumhaft schönen Winterlandschaft erfreuen, merken wir fast gar nicht, wie wir Meter machen und schon bald die Info-Tafel (siehe oben) erreichen, von der es nur noch wenige Meter zurück zur Bergstation sind. 

Langsam knurrt uns nun nämlich echt der Magen und wir freuen uns schon auf ein leckeres Mittagessen im "Tafel & Zunder". Ich durfte dort bereits vor einigen Jahren zu Gast sein und habe hierzu auch einen Blogbeitrag verfasst. HIER gehts zum Beitrag, klickt Euch gerne rüber. 
Und da ich schon wusste, was mich erwartet, habe ich mich darauf so richtig gefreut. 
In der Karte finden sich klassische Gerichte, wie auch besondere Schmankerl, die mit größter Sorgfalt und Qualitätsanspruch zubereitet werden. Und wer möchte, gönnt sich abschließend noch einen süßen Gaumenschmaus, um das Menü abzurunden.



Auf unserer "Genuss-Liste" standen dieses Mal das klassische >>Schnitzel mit Pommes<<, ein leckeres >>Knödel-Trio<<, sowie eine feine >>Älpler-Pizza<< und ich gönnte mir einen "Burger zum Selberbauen" mit knusprigen Wedges. Dazu ein herrlich zischendes Radler - perfekt! Das Personal im "Tafel & Zunder" ist super freundlich, und auch mal für ein kleines Spässchen zu haben. Auch das Interieur der Gastronomie überzeugt durch warmes Holz, traditionelle Bilder, Eleganz und Schlichtheit - einfach nur zum Wohlfühlen. 



Frisch gestärkt setzen wir uns noch kurz zu Freunden auf die große sonnenverwöhnte Terrasse, bevor es sodann mit der Bahn wieder zurück ins Tal geht. Auch hier lohnt es sich, noch den Adler7 - Fotopoint zu besuchen, an dem man "Olympia-Luft" schnuppern kann. 



Unten im Tal angekommen, tummeln sich schon einige Wintersportler auf der Terrasse der Auenhütte, es läuft "Gute-Laune-Musik" und wir beschließen unseren Traumtag am Ifen noch mit einem feinen Sprizz, während wir uns die Sonne noch etwas auf die Nasenspitze scheinen lassen. Es ist einfach toll, wieder etwas "Normalität" zu spüren, gerade in so schwierigen Zeiten wie diesen. Gerade jetzt ist es wichtig, selbst im Gleichgewicht zu bleiben und sich Auszeiten zu gönnen.

Und wer auf der Suche nach einem "perfekten Wintertag" ist, findet diesen am Hohen Ifen. Das Team der OKBergbahnen freut sich über Euren Besuch - nutze jetzt noch die tollen Angebote, bevor es in den Frühling geht.... und damit auch schon bald in den Bergsommer *freu*. 

Wissenswertes:

-     Die Winterwanderung (5 km Rundwanderung) dauert ca. 1 Stunde
-     Parkmöglichkeiten gibt es ausreichend unterhalb der Talstation der Ifenbahn. 
       Parkgebühr: 4,00 Euro (aktuell)
-     Ausrüstung: Festes Schuhwerk, Funktionale Kleidung, Sonnenschutz, Wanderstöcke, 
       Grödeln (optional)
-     Einkehrmöglichkeiten: Tafel & Zunder Bergrestaurant, Auenhütte (Talstation), Ifenhütte, 
       Schwarzwasserhütte


Hier gehts zur Website der OKBergbahnen: OKBergbahnen

Die Tour-Daten seht Ihr auf meinem Komoot-Profil unter: 

Herzallgäuerliebst on kommot


Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia

Kooperation with OKBergbahnen - Thank You!






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