Frohe Weihnachten.... jetzt wird´s ganz staad!


Oh du fröhliche, oh du selige.....


Endlich isch es soweit - Weihnachta isch do. Dia Freud´ der Kinder glänzt in ihre Auga, ganz aufg´regt wartet se nun g´spannt auf´s Chrischtkind, des doch immer so scheene G´schenkle bringt. All´s wird ganz stad´ und es kehrt endlich dia so sehnlich g´wünschte Ruah´ bei eis im schena Allgäu ei. 




Meine lieben herzallgäuerliebsten LeserInnen und Leser, 

sicherlich habt Ihr schon alles beinander: der Christbaum ist festlich geschmückt, in die Krippe sind bereits Maria und Josef samt Jesuskind und den heiligen 3 Königen, Ochs und Esel, sowie Hirten mit ihren Schafen eingezogen, alles fürs große Festessen steht bereit und die Geschenke sind liebevoll verpackt. 

Es kehrt Ruhe ein, eine ganz wunderbare Stille macht sich in uns breit, es wird ruhiger um uns herum, das Wunder der Weihnacht´ ist ganz nah - könnt Ihr es spüren? Die Hektik der letzten Wochen verfliegt und nun können wir uns zufrieden fallen lassen. Manch einer macht vielleicht noch den ein oder anderen Verwandtschaftsbesuch, überbringt Weihnachtspost an liebe Freunde oder gönnt sich einen ausgedehnten Spaziergang, bevor es dann in die Kirche geht. 

Wir gehen jedes Jahr ins Nachbar-Dorf in die Kinder-Mette, die so wunderschön und festlich gestaltet ist und nicht nur Kinder begeistert, sondern Erwachsene gleichermaßen. Dort wird uns wieder in Erinnerung gebracht, was Weihnachten eigentlich bedeutet! Nicht stundenlanges umherrennen, um den Christbaum mit (mehr oder weniger sinnvollen) Geschenken zu füllen, sondern wir erwarten die Geburt Jesus. Der Stern von Bethlehem, der den Hirten den Weg weist. Das Krippenspiel löst einen ganz wunderbaren inneren Frieden aus und ich mag diese heimelige, friedvolle Atmosphäre, die man sich doch eigentlich viel öfter wünschen würde.



So viele, denen es nicht so gut geht


Viel zu oft werden wir mit Neid, Angst, Wut und Hass konfrontiert, obwohl wir doch alle nur eines gemeinsam wollen: FRIEDEN! Jeder soll in Frieden sein Leben leben können. Und diese Ungerechtigkeit, die uns tagtäglich aufs Neue begegnet, löst großes Unbehagen auf der einen, und Egoismus auf der anderen Seite aus. Teilweise stumpft die Gesellschaft ab, Empathie ist ein Fremdwort, auf der anderen Seite gibt es wiederum Menschen, die völlig selbstlos und mit ganzer Kraft mithelfen, damit es denjenigen, den es (leider) nicht so gut geht, angenehmer gemacht wird. Unzählige Hilfsprojekte machen Hoffnung, dass wir gemeinsam jeden Tag unsere Welt ein kleines bisschen besser machen können. Die eigenen "Probleme" werden plötzlich ganz klein und man schämt sich beinahe schon dafür, das man auf diesem "hohen Niveau" ständig jammert und dabei völlig vergisst, dass es Millionen von Menschen gibt, denen es an den einfachsten Dingen, wie Essen, fehlt. 


Idylle in den Bergen - hier der Große Widderstein im schönen Bärgunttal

Zeit zum Innehalten

Ich denke, Weihnachten ist ganz klar auch der richtige Zeitpunkt, um einfach mal innezuhalten und nachzudenken. Geht es mir wirklich so schlecht? Dabei bin ich kerngesund, habe einen Job, der mich einigermaßen zufriedenstellt und monatlich ein Einkommen, um mir damit Kleidung, Nahrung und noch vieles mehr zu kaufen. 
Wir alle wissen: Der Garten des Nachbarn ist immer grüner! Und wir wollen immer "mithalten" können und in nichts nachstehen. Dabei wäre es doch so einfach, eigene Zufriedenheit zu erreichen: In sich hineinhören! Was brauch ich wirklich, um glücklich zu sein? Wenn die Familie gesund ist, haben wir das Meiste schon gewonnen. Und wer dann noch ein paar ehrliche Freunde um sich hat, die es gut mit einem meinen und man sich den ein oder anderen Herzenswunsch erfüllen kann, so sollte man doch wirklich glücklich sein oder etwa nicht?


Winter-Romantik in den Bergen

Leben und leben lassen


Ich will nicht lange philosophieren, aber ich bin im Grunde ein sehr nachdenklicher Mensch, der 5 nur ungern grade sein lässt und darüber hinaus auch sehr "harmoniesüchtig" ist. Die Oberflächlichkeit mancher Menschen bringt mich manchmal schier an den Rand.... nein, halt, Stop! Das tut es eben nicht mehr.... Leben und Leben lassen! Gönnen können und respektvoll miteinander umgehen. 
DAS ist es, was wir uns immer wieder vor Augen führen sollten. Es passt eben nicht jeder Deckel auf jeden Topf. Viele Menschen werden in unser Leben treten und ein Stück mit uns gehen. Wenn es nicht passt, werden sich diese Wege jedoch wieder trennen und dann sollten wir uns bewusst machen, dass es nicht an uns liegt, sondern daran, dass jeder Mensch eigen und individuell ist. Wenn Menschen kommen und gerne bei Dir sind, werden sie auch bleiben. 

Das Leben ist nicht immer einfach, aber sich ab und zu ein paar Gedanken machen, das ist einfach! Ich brauche keine Ellbogen, um das zu erreichen was ich möchte und ich muss auch kein Egoist sein. Was zu mir kommen mag, wird kommen, so oder so!




Herzenswünsche zu Weihnachten


Meine Lieben,

ich wünsche Euch allen von Herzen ein wunderschönes und friedvolles Weihnachtsfest im Kreise Eurer Liebsten. Genießt den Lichterglanz und das Leuchten in den Augen der Kinder, die ganz selig vor dem Christbaum stehen und diesen ganz besonderen Moment des Friedens, der uns alle sanft umhüllt. Genießt die Feiertage und rutscht gut in das neue Jahr hinein.....

Mehr zu meinem neuen Allgäu-Blog gibts dann im neuen Jahr! *zwinker*

Weihnachtliche Grüße

Eure Saskia


Weihnachten (von Christina Hämmerle)
Wunderschön isch die Weihnachtszeit,
au wenn`s me regnet als es schneit.
De Vater liegt auf `m Kanapee,
a Bierle vor sich, mei isch des schö!
D` Muttter plogt sich in dr Kuche a
und fluacht ganz leise vor sich na:
"Dia bschiaßet oifach it, dia Plätzle,
weil er allat am Fresse isch mei Schätzle!"
Am Samstag got ma ins Städtle nei,
im gröschte Trubel kauft ma ei.
Dr Vater maulet: "Hol`s doch de Henker,
jeds mol des Gschiss mit de Weihnachtsgschenker!"
Ma rennt umanand, als gäb`s was umsuscht,
de Vater wiad massig, er hot an Saudurscht.
In jeden Lade muaß ma nei,
dr Vater isch bloß zum Zahle dabei.
Und hot ma endlich alls beinand,
de Chrischtbaum und a feschtlichs Gwand,
was Guats zum Trinke und zum Esse,
ma hot koi oinzigs Gschenk vergesse,
isch se endlich do, dia heilige Nacht,
dia soviel Freid und Arbeit macht.
D` Kinder hand de Chrischtbaum gschmückt,
in dr Kuche schafft d` Mutter wia verrückt.
De Vater hocket am Kanapee
beim 5. Bier, des isch it schö.
Dann duat ma esse mitanand,
de Vater stochert im Teller umanand.
Durch dia lange Warterei
muaß ihm de Hunger vergange sei.
Dann tauscht ma schnell dia Gschenkle aus,
de Vater hot scho fascht an Rausch.
Ma spürt nix me vom Weihnachtsfriede,
d` Kind sind mit de Gschenk it zfrieda,
verschlaget sich gegeseitig de Grind,
weil se neidig aufanander sind.
D` Mutter spült s` Gschirr a in dr Kuche,
ma hört se wieder leise fluache.
De Vater flacket am Kanapee,
beim 10. Bier isch alles schö.
Um elfe miaßet d` Kinder ins Bett,
d` Mutter will in d` Weihnachtsmett`.
Sie hot scho de Hut und de Kittel a,
legt `m Vater `s Gwandl na:
"Mach mer bittschön doch dia Freid
und gang mit mir in d` Chrischtmett heit!"
Do sieht sie plötzlich voll Entsetze,
mit `m Vater ka ma numma schwätze.
Er schnarcht ganz selig vor sich na,
sie kriagt `n numma wach den Ma.
Bluatnarred zieht se sich me aus,
bloased d` Weihnachtskerze aus,
macht sich alloi im Ehebett breit.
Adieu du schöne Weihnachtszeit!

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