Schneeschuhtour zur Alpe Mittelberg | Up Up Up

 Erste Tour im neuen Jahr...

... und wieder ein wundervoller Glücksmoment!

Wer mich und meinen Blog nun schon eine Weile kennt (ja, im März werden es bereits 9 Jahre :) ), weiß, dass ich ein kleiner "Schön-Wetter-Feti" bin, denn genau dann, wenn die Sonne vom strahlend weiß-blauen Himmel lacht, der Schnee unter eisiger Kälte unter den Schuhen knirscht und man sich in bester Gesellschaft auf den Weg zu neuen Abenteuern begibt, bin ich ganz happy und genieße genau diese Momente voller Glückseligkeit. Momente, die ganz tief ins Herz gehen und sich dort in einer der vielen Schubladen verstaut, auf die man immer wieder zurückgreifen kann - etwa in Momenten, in denen man vielleicht nicht rausgehen kann. Dann erinnern wir uns an diese wundervollen Tage zurück und freuen uns schon auf den nächsten schönen und unvergesslichen Moment

Heute nehme ich Euch mit auf die Alpe Mittelberg - ursprünglich, idyllisch gelegen und voller Herzlichkeit.

Im Winter gibt es viele Möglichkeiten, sich draußen in der Natur zu bewegen. Schneeschuhtour mit Blick zum Wächter des Allgäus - dem Grünten!

Unsere lieben Freunde haben - wie immer ganz spontan - uns angefixt, doch endlich mit auf ihren Hausberg zu wandern, und zwar - wegen besten Schneebedinungen - mit Schneeschuhen. Gesagt, getan - Sachen gepackt und los ging´s!

Dick eingeschneite Winterlandschaft bringt jedes naturverbundene Wanderherz zum Träumen

Unser Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Friedhof in Immenstadt. Hier legen wir an der Schranke direkt unsere Schneeschuhe an und laufen los. (Nicht nur) Die ersten Meter sollte man am Rand laufen, da sich hier alle Wintersportler wie Skitourengänger, Rodler und Wanderer die Piste teilen müssen. Auch hier wieder mein Appell: Bitte aufeinander Rücksicht nehmen, um schlimmere Unfälle zu vermeiden!

Nach wenigen Metern biegen wir bereits nach links ab, dann gleich wieder rechts und nun halten wir uns immer auf diesem Weg, laufen an der kleinen Kapelle vorbei, überqueren einen kleinen Fluss und genießen die wunderbare Stille, die uns umgibt. Die meiste Zeit läuft man hier im Schatten, da es die Sonne nicht ganz über den "Mittag" schafft. Angesichts der Tatsache, dass man aber ordentlich ins Schwitzen kommt, ist dies nicht unbedingt als unangenehm zu werten *lach*.

Nach einer Weile gelangen wir an eine Kreuzung. Hier kann man entweder nach rechts abbiegen (Richtung Naturfreundehaus)oder geradeaus weitergehen. Wir entscheiden uns für diesen Weg, da dieser etwas ebener verläuft, aber man das letzte Stück ordentlich hochsteigen muss. Ergo: Die ersten 100 m kann man sich noch bestens unterhalten, beim Aufstieg wird's dann etwas ruhiger und man hört lediglich noch den Atem seiner Wanderkollegen und das knirschen der Schneeschuhe *hihi*.

Wintertraum in den Allgäuer Alpen

Nach ca. 5 km passieren wir das Berghotel Algmagmach und treffen auf die ersten Sonnenstrahlen auf dieser Tour. Einfach fantastisch, wie der Schnee glitzert... da würde man am liebsten Hineinhüpfen... aber mit Schneeschuhen, na Ihr wisst schon *lach*. 

Kleiner Fun-Fact: 
Bei diesem Bild habe ich unfreiwillig den Rückwärtsgang eingelegt und es hat mich sauber auf den Allerwertesten gesetzt *lach*.... 
Merke: Mit Schneeschuhen kann man nicht rückwärts laufen ;).

Kurz nach dem Berghotel gehts dann an das letzte und eigentlich einzige Steilstück, das uns nochmal alles abverlangt. Hierbei sei kurz erwähnt, dass ich seit August 2021 keine Bergtour mehr gemacht habe, im Herbst mit einer Corona-Infektion außer Gefecht war und dies tatsächlich die erste längere Tour war, die mich konditionell an diesem Teilstück schon ganz schön getriggert hat. Aber: Mit dem Ziel fest im Blick setzten wir einen Fuß vor den anderen, legten auch mal kleine Pausen ein (wir sind ja schließlich nicht auf der Flucht)und so ging es Stück den Stück den Berg hinauf.

Was sind schon 25 % ? Ich hätte echt fluchen können *lach* :). 
187 Höhenmeter, verteilt auf knapp 1 km - dabei teilweise mit einer Steigung zwischen 17 und 25 % *hechel*... Aber auch hier sollte man einfach "sportlich" denken und sachte an seine Grenzen gehen, geschadet hats jedenfalls nicht ;).

Oben angekommen, haben wir endlich Blick auf die wundervoll gelegene Alpe Mittelberg, die für ihren hervorragenden Käse bekannt und beliebt ist. 


Wir suchen uns ein Plätzchen auf der Sonnenseite der Alpe und verwöhnen unseren Gaumen mit feinen Leckereien wie das Käse-Sandwich, Leberkäs´ mit Kartoffelsalat und Kuchen. Der Wind weht eisig an diesem Tag und am besten hält man es daher direkt an der wärmenden Holzwand der Alpe aus. 

Rodel-Glück auf 1.370 m



Hier treffen sich Rodler, Skitourengänger und alle Winterbegeisterten Freunde des Allgäus. Welch wunderbare Atmosphäre - die einen im übrigen die Strapazen des Aufstiegs schnell wieder vergessen lassen. 


In der Alpe findet sich ein Kühlschrank (der auch bei nicht geöffneter Alpe erreichbar ist), indem der Käse zum Mitnehmen gelagert ist. Gegenüber kann man direkt einen Blick in die Käseküche der Alpe Mittelberg werfen. 

Ein Blick in die Käseküche der Alpe Mittelberg

Ich liebe dieses Rustikale sehr und das Stilleben einer jeder Alpe erzählt stillschweigend ihre eigenen Geschichten. Fernab von all dem unnötigen "Chic & Moderne", sorgt dieses "Einfache" für den Landhaus-Chic, den ich so mag. Umso uriger und rustikaler - umso besser. Das wichtigste ist vorhanden, alles andere ist doch "eigentlich" nicht nötig. Aber so sind wir Menschen nun mal: Aus unserem Sammler-Instinkt kommen wir wohl leider nicht mehr heraus *lach*. 


Und wie praktisch so Milchkannen sein können, sehen wir hier *grins*. So muss man sich fürs Holz holen nicht mal mehr bücken.... Während andere vielleicht achtlos daran vorbeigehen, erfreue ich mich immer wieder aufs Neue an den ganz einfachen, "normalen" Dingen... 

Einfach wundervoll - Wanderung mit Ausblick

Noch ein letzter Blick in diese Wiege, durch die wir gleich wieder zurückwandern werden. Langsam kriecht der eisige Wind nämlich, trotz Sonne, in die Knochen, und so entscheiden wir uns dafür, den Rückweg anzutreten. Denn wo es 6 km hochgeht, muss man auch 6 km wieder runter..


Die Wege sind hier bestens präpariert und es macht sehr viel Spaß, hier zu wandern. Wir nehmen nun nicht den gleichen Rückweg, sondern wandern geradeaus weiter durch den Wald wieder hinunter. Hier treffen wir auf andere Schneeschuhgänger und Rodler, die mit "juhu" ins Tal hinunter sausen...

Nach einer Weile legen wir die Schneeschuhe ab und ziehen unsere "Grödeln" (Steigeisen) an, so haben wir sicheren Halt bei jedem Schritt und kommen bergab aber schneller voran. 

Nach ca. 12 km haben wir unser Ziel erreicht und sind wieder zurück am Parkplatz. 
Was für eine wundervolle Tour (ja, ich wusste, was mir am nächsten Tag blüht nach der langen "Berg-Abstinenz" - Muskelkater lässt grüßen *lach* :) ). Danke an unsere lieben Freunde, dass sie uns mitgenommen haben! *knutschi*.


Wissenswertes:

-     Diese Tour dauerte bei uns ca. 2,5 Std. (reine Gehzeit)- Hin- und Rückweg
-     Der Parkplatz am Friedhof in Immenstadt ist kostenlos. Alternativ kann man aber auch 
       an der Mittagbahn-Talstation geparkt werden. 
-     Ausrüstung: Schneeschuhe, Stöcke, Sonnencreme, ausreichend Getränke und 
       Wechselkleidung sind empfehlenswert
-     Käse von der Alpe Mittelberg für zuhause mitnehmen :).

Winter-Öffnungszeiten Alpe Mittelberg:

Im Winter an den Wochenenden geöffnet. Ab Oktober bis Ostern haben wir von Freitagabend (17:00Uhr) bis Sonntagabend (16:00Uhr) geöffnet & von Weihnachten bis Dreikönig durchgehend!

Hier gehts zur Website: Alpe Mittelberg


Die Tour-Daten seht Ihr auf meinem Komoot-Profil unter: 

Herzallgäuerliebst on Komoot


Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag, lasst das Wochenende schön ausklingen und stöbert gerne durch meinen herzallgäuerliebsten Allgäu-Blog. Hier findet Ihr jede Menge Touren und Herzblut-Beiträge - aus Liebe zum Allgäu!

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia








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